Der Kunde hat zu gehorchen...
Am besten beschreibt wohl die Information "Gut zu wissen für deinen Marktbesuch" die Verfahrensweise bei IKEA. Alles ist im Befehlston gehalten: Hol die Produkte...Achte darauf, dass... Platziere den Barcode so, dass... Der Kunde hat zu machen, damit es den Leuten bei IKEA gut geht. So ist Einkaufen ja eigentlich nicht gedacht!!!
Meine Erfahrung bei IKEA am 27. März 2026 in Erfurt sieht so aus: Zwei Erwachsen kaufen mit 2 Kindern (7 und 8 Jahre) mit 3 Wagen Möbel für mehrere Tausend Euro. Die Wagen sind schwer und die Kinder verhalten sich vorbildlich. Ein Teil der Möbel ist bereits von uns gescannt, was wegen der eingeschränkt funktionierenden App im IKEA-Haus entsprechend dauert. An der Kasse angelangt steht eine Dame, die in der Zeit, in der die restlichen Möbel von uns gescannt werden sollen, 8 der 9 Kunden abweist. Das tut sie nicht etwa freundlich, sondern mit der Frage: "Ware schon gescannt? Nein? Dann müsst Ihr an die andere Kasse." Wieder muss der Kunde... Wir sind beschäftigt und die Mitarbeiterin kommt zu unseren Wagen und tut irgendetwas. Als ich sie etwas fragen will, sagt sie nicht etwa "Guten Tag", sondern in harschem Ton: "Sie sehen doch, dass ich gerade zähle!" Nein, das habe ich nicht erkannt, weil mir auch nicht ganz klar ist, was sie abseits der Kasse überhaupt bei uns will. Ich reagiere vermutlich auch etwas gereizt, worauf die Dame meint, andere Leute hätten ja auch schon viel gekauft und wären damit gut klargekommen. Freundlichkeit in Reinkultur eben!!! Auf die Kinder wird gar nicht geachtet, aber IKEA ist ja auch nicht bekannt dafür, dass Familien im Mittelpunkt stehen, oder? Wir wechseln letztendlich die Kasse, wobei uns beim Schieben der schweren Wagen eine andere wirklich freundliche Mitarbeiterin behilflich ist. Die Dame ruft uns beim Abschied noch "freundlich" hinterher, wie mögen nicht ihr Inventar ruinieren, da die Kinder am Wagen vielleicht ein wenig ungeschickt sind.
Die Kasse zum Selbst-Scannen ist in der ganzen Zeit, in der wir uns im Kassenbereich aufhalten, völlig überflüssig, da kein einziger Kunde sie frequentiert. Die App vorher herunterzuladen und bei sehr vielen Artikeln beim Einsammeln gleich jedes Stück zu Scannen ist sicher machbar, aber umständlich. Zum Schluss geht es nur darum, Personal einzusparen und nicht, es dem Kunden angenehmer zu machen.
Einen Artikel mussten wir sofort zurückgeben, da er defekt war, was zum Glück beim Einladen schon auffiel und uns den langen Weg zurück zum Umtausch erspart hat. Ein Besuch also, der uns sehr angestrengt hat und zum Schluss durch zwei wirklich hilfsbereite und freundliche Mitarbeiterinnen an einer Kasse, an der wir den ganzen Möbelberg mit ihrer Hilfe gescannt haben, ein wenig ins Positive gedreht wurde.
Ein letztes Wort noch zu den Einkaufslisten... Da ich in mehreren IKEA-Häusern einkaufen muss, um alle Artikel letztendlich zusammenzusammeln (die Verfügbarkeit lässt grüßen), fällt mir auf, dass die Artikel in allen IKEA-Filialen in verschiedenen Regalen untergebracht sind. Welch eine super Leistung!!! Ich war doch tatsächlich davon ausgegangen, dass man den gleichen Artikel im gleichen Regal fände! Aber nein, das wäre dann wohl wirklich viel zu einfach!!!
27 marzo 2026
Non scritta su invito