Vorsicht: Lebenslauf geschickt – danach komplette Funkstille
Ich hatte ein kostenloses Beratungsgespräch mit Welcome Switzerland, weil sie damit werben, Deutschen beim Jobwechsel in die Schweiz zu helfen. Da das Projekt laut eigener Aussage erst seit dem Sommer 2025 aufgebaut wird, bin ich zunächst offen und wohlwollend in das Gespräch gegangen.
Im Gespräch wurde erklärt, dass sie ihr Geld über Versicherungsabschlüsse verdienen und künftig möglicherweise sogar einen prozentualen Anteil vom ersten Gehalt erhalten möchten. Das fand ich bereits ungewöhnlich, habe dem Ganzen aber trotzdem eine Chance gegeben.
Nach dem Gespräch habe ich – wie besprochen – meinen Lebenslauf geschickt. Damit haben sie auch meine persönlichen Daten erhalten. Anschließend habe ich mehrere konkrete Fragen per E-Mail gestellt, zum Beispiel:
• Was genau passiert mit meinem Lebenslauf?
• An welche Unternehmen oder Kontakte wird er weitergeleitet?
• Mit welchen Firmen arbeiten sie konkret zusammen?
• Wie genau unterstützen sie Kandidaten bei der Jobsuche?
Auf keine dieser Fragen habe ich jemals eine Antwort erhalten.
Seitdem: komplette Funkstille.
Gerade wenn man Menschen bei einem so wichtigen Schritt wie einem Jobwechsel in ein anderes Land unterstützt, sollte zumindest grundlegende Transparenz selbstverständlich sein – insbesondere wenn persönliche Daten wie ein Lebenslauf übermittelt wurden.
Mein Eindruck nach dieser Erfahrung: sehr unprofessionell und wenig vertrauenswürdig. Wer ernsthaft Unterstützung bei der Jobsuche in der Schweiz sucht, sollte sich gut überlegen, ob er hier seine Daten hinterlässt.








